DAS ROCKZELT MACHT DIE
SCHOTTEN
DICHT

WENN WIR DEN KARREN NICHT GEMEINSAM AUS DEM DRECK ZIEHEN
Das klingt im ersten Moment sehr provokant, soll es auch!
Denn nun wenden wir uns mit einer ungewohnt deutlichen Nachricht an euch. Das Rockzelt ist für viele von uns eine Herzensangelegenheit, eine Institution in Bad Münder und ein Leuchtturm für Live-Musik in der Region. Doch hinter den Kulissen ist die Belastungsgrenze erreicht – und teilweise bereits überschritten.
Damit das Rockzelt stattfinden kann, investieren wir jedes Jahr tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit. In einigen Bereichen fallen weit über 200 Stunden pro Person an. In den letzten fünf Jahren haben wir jedoch beobachtet, dass die Basis schwindet:
- Die Anzahl der Mitglieder sinkt stetig.
- Von 138 Mitgliedern sind nicht einmal ein Viertel aktiv in der Saison beteiligt.
- Wichtige Vorstands- und Teamleiter-Posten konnten zuletzt nur durch externe Suche im Umland besetzt werden, da sich aus den eigenen Reihen niemand mehr fand.
Daraus resultieren unumgängliche Entscheidungen und ihre Folgen:
Aktuell fehlen uns für eine Saison 2027 die entscheidenden personellen Ressourcen in den Bereichen Vorstand, Teamleitung und Aktive (Helfer). Aus diesem Grund haben wir, der Vorstand, entschieden, das Rockzelt nach der Saison 2026, hinsichtlich der Planung für die Saison 2027, vorläufig stillzulegen.
Unser Fahrplan, Transparenz statt Überraschung:
Wir möchten euch nicht erst auf der Mitgliederversammlung vor vollendete Tatsachen stellen. Wir wollen euch die Chance geben, das Rockzelt mit uns gemeinsam zu retten. Deshalb haben wir folgende Roadmap festgelegt:
- Informations-Foren (Dialog statt Monolog):
Wir laden euch zu zwei Terminen ein, um in Ruhe über die Situation zu sprechen, Fragen zu beantworten und Ideen zu sammeln. Hier stellen wir euch die offenen Aufgaben vor, die ab 2027 besetzt werden müssen. Eine Übersicht der Aufgaben im Rockzelt findet ihr weiter unter auf der Seite.
o Termin 1 am 28.03.2026, zwischen 10 und 12 Uhr, auf dem Gelände des Rockzelt
o Termin 2 am 25.04.2026, zwischen 10 und 12 Uhr, auf dem Gelände des Rockzelt - Mitgliederversammlung (vsl. im Mai 2026):
Hier werden wir offiziell das Ultimatum für die Saison 2027 fixieren und über den weiteren Werdegang informieren. - Das Ultimatum (31.08.2026):
Wenn bis zu diesem Tag kein vollständiges Team für 2027 steht, wird die Planung für 2027 endgültig gestoppt. Die Abwicklung des Vereins wird vorbereitet und auf der Mitgliederversammlung im Jahr 2027 eingeleitet.
Warum wir das tun?
Wir wollen das Rockzelt nicht „sterben lassen“. Aber wir tragen Verantwortung für die Gesundheit der Helfer und die finanzielle Sicherheit des Vereins. Ein „Weiter so“ auf Kosten von noch weniger Schultern ist nicht mehr möglich. Das Rockzelt braucht wieder eine Lobby in Bad Münder und eine ausreichende Anzahl engagierte Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und anpacken.
Bitte nutzt die Termine, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf einen ehrlichen Austausch.
WER
MUSIK
WILL,
MUSS
ARBEITEN, kreativ und bereit für einen Neustart sein!
UPDATE:
Wenn Mathe den Rock ’n’ Roll besiegt – oder wir den Kurs radikal ändern.
„Wir haben euch versprochen, transparent zu sein. Hier ist die nackte Wahrheit: Das Rockzelt, wie ihr es kennt, ist aus unserer Sicht ab spätestens 2028 finanziell tot.
Bisher haben wir durch eine außergewöhnliche Partnerschaft mit MCB weit unter Marktpreis gearbeitet. Diese Ära endet. Eine Marktanalyse zeigt: Ab 2027/2028 brauchen wir allein für die Technik jährlich ca. 50.000 € mehr als bisher. Das ist ein Gap, den wir nicht durch den Verkauf von ein paar mehr Bratwürsten schließen können.
Die Lage ist nun zweifach kritisch:
- Das Personal-Loch: Uns fehlen weiterhin die „Macher“ in Vorstand, Teamleitung und auf dem Platz.
- Das Finanz-Loch: Uns fehlen 50.000 € pro Jahr oder ein Partner, der uns die Technik zum „Freundschaftspreis“ (ein Drittel des Marktpreises) stellt.
Unsere Entscheidung als Vorstand: Wir werden den Verein nicht in die Insolvenz führen. Das aktuelle Konzept ist unter diesen Bedingungen nicht mehr tragbar. Wir haben zwei Alternativen in den Raum geworfen (das regionale „Rock-Festival“ und das „Micro-Rockzelt“).
Vielleicht habt IHR die rettende Idee. Es kann ja nicht nur an einem halben Dutzend Leute liegen, wenn es knapp 140 Mitglieder und die breite Öffentlichkeit gibt.
Der Ball liegt bei euch: Wir haben ein offenes Ohr für JEDES Konzept und JEDE Idee, die von euch kommt. Aber sie muss zwei Dinge lösen: Wer macht es? und Wer bezahlt es?
Unser Fahrplan bleibt, aber die Fakten sind härter geworden:
- Termin 1 am 28.03.2026 (10–12 Uhr): Hat zwei Leute gebracht, die sich um die Finanzen kümmern wollen. That’s all..
- Termin 2 am 25.04.2026 (10–12 Uhr): Die letzte Chance für Konzepte, bevor wir die Fakten für die Mitgliederversammlung finalisieren. Kommt vorbei. Redet mit uns. Bringt Ideen mit, keine Ausreden.
- Das Ultimatum (31.08.2026): Steht bis dahin kein neues, finanziell tragfähiges Konzept und ein Team, endet die Geschichte des Rockzelts 2027 offiziell.
Wer Musik will, muss nicht nur arbeiten, sondern jetzt auch rechnen.
Wir sind bereit für den Neustart – aber nicht um jeden Preis. Werdet kreativ, oder werdet Zeuge, wie die Lichter ausgehen.“
Hier kommen noch ein par Infos, die dir verdeutlichen, wie es im Rockzelt aussieht:
1. FAQ: Warum wir plötzlich über 50.000 € reden
Frage: Warum steigen die Technik-Kosten plötzlich so extrem?
Antwort: Bisher haben wir nicht den Marktpreis gezahlt. Wir profitierten von einer langjährigen Partnerschaft mit dem Music Center Behnke, die uns Technik und Personal weit unter Wert zur Verfügung gestellt haben. Da dieser Partner 2027/2028 aufhört, müssen wir ab dann Preise zahlen, die jeder andere Veranstalter auch zahlt.
Frage: Können wir nicht einfach „kleinere“ Technik nehmen?
Antwort: Sicherheit und Qualität haben Mindeststandards. Für eine Bühne unserer Größe (8x6m) und den Anspruch an Live-Rock ist professionelles Equipment und geschultes Fachpersonal (Haftung!) zwingend. Billig-Lösungen gefährden den Ruf des Vereins und die Sicherheit der Gäste. Weiter darf man nicht vergessen, dass man in BM lediglich die Mainstream-Rock-Klassiker steht und die Mindestanforderungen haben.
Frage: Warum reicht unser aktueller Gewinn nicht aus?
Antwort: Wir haben in 2024, 2025 ein Minus gemacht. Selbst in Spitzenjahren liegt der Gewinn weit unter den 50.000 €, die uns ab 2027/2028 allein für die Technik fehlen werden. Ohne eine Verdreifachung des Technik-Budgets ist das aktuelle Format insolvent.
2. Die Ticket-Rechnung: „Einfach Preise erhöhen?“
Viele sagen: „Dann macht die Tickets halt teurer.“ Schauen wir uns an, was das mathematisch bedeutet:
- Besucher pro Jahr: 2.000 (250 Gäste × 8 Konzerte)
- Finanzierungslücke (Gap): 50.000 €
Die notwendige Erhöhung pro Ticket:
50.000 € / 2.000 Tickets = 25 € Aufschlag pro Ticket
Das Ergebnis:
- Aktueller Preis: 25 €
- Notwendiger Preis ab 2027/2028: 50 €
3. Die Bratwurst-Kalkulation (Der „Absurditäts-Check“)
Hier noch eine andere Variante zur Verdeutlichung, falls jemand vorschlägt, das Defizit durch mehr Gastro-Umsatz zu decken:
- Preis pro Bratwurst: 3,00 €
- Geschätzter Gewinn (nach Kosten für Wurst, Toast, Senf, Gas): ca. 2,00 €
- Benötigter Gesamtgewinn: $50.000 €$
Wie viele Bratwürste müssen wir verkaufen?
50.000 € / 2,00 € = 25.000 Bratwürste pro Saison
Was bedeutet das für den einzelnen Gast?
Bei 2.000 Gästen pro Jahr müsste jeder einzelne Gast pro Abend folgendes essen:
25.000 Würste / 2.000 Gäste = 12,5 Bratwürste
Fazit:
Damit das Rockzelt in der aktuellen Form überlebt, müsste jeder Besucher pro Konzert 13 Bratwürste essen. Das ist kein Kulturkonzept, das ist ein medizinischer Notfall.
Wenn du also Ideen hast, wie man das Rockzelt in eine tragfähige Form bringen kann, schreib eine Mail an vorstand@rockzelt.com oder fülle direkt das folgende Kontaktformular ausfüllen.
